Gewichte
Q4 benötigt grob deutlich weniger Speicher als FP16. Metadaten und Quantisierungsformat sorgen aber dafür, dass „4 Bit“ nicht exakt „0,5 Byte je Parameter“ bedeutet.
Modellspeicher verständlich erklärt
Die kurze Antwort: genug für Modellgewichte, Kontext-Cache und Reserve. Die längere Antwort zeigt dir konkret, welche Modellgrößen typischerweise zu 16, 32, 64 oder 128 GB passen – ohne Marketing-Zahlen mit nutzbarem Modellspeicher zu verwechseln.
Die einfache Formel
Die Parameterzahl allein ist noch keine Speicherangabe. Entscheidend ist, wie viele Bits pro Gewicht gespeichert werden und was während der Nutzung zusätzlich im Speicher liegt.
Q4 benötigt grob deutlich weniger Speicher als FP16. Metadaten und Quantisierungsformat sorgen aber dafür, dass „4 Bit“ nicht exakt „0,5 Byte je Parameter“ bedeutet.
Er hält Informationen aus dem bisherigen Kontext. Lange Prompts, mehrere Sitzungen und manche Architekturen lassen ihn stark wachsen.
Ollama, llama.cpp, LM Studio oder andere Backends benötigen Arbeitsbereiche. Implementierung und GPU-Offload beeinflussen den Bedarf.
Ein Speicherpool, der rechnerisch gerade eben reicht, ist kein guter Kaufplan. Betriebssystem, Display und Zusatzdienste brauchen Luft.
Speicherbedarf mit Reserve
Die Bereiche beziehen sich grob auf Q4-ähnliche Quantisierung plus übliche Laufzeitreserve. Langer Kontext, MoE-Architekturen, Bildencoder oder mehrere Nutzer können darüber liegen.
| Modellklasse | Gewichte grob | Sinnvolle schnelle Speicherklasse | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| 7B–8B | etwa 5–6 GB | 12–16 GB | Chat, Zusammenfassen, einfache lokale Helfer |
| 12B–14B | etwa 8–10 GB | 16 GB | bessere Allrounder, Coding-Einstieg |
| 20B–32B | etwa 14–22 GB | 24–32 GB | Coding, RAG, anspruchsvollere Assistenten |
| 65B–70B | etwa 40–45 GB | 64 GB oder mehr | hohe Modellqualität, komplexe Aufgaben |
| 100B–120B | etwa 65–80 GB | 96–128 GB oder mehr | professionelle Kapazitätsklasse |
„Passt in den Speicher“ bedeutet nicht automatisch „läuft schnell“. Bandbreite, Recheneinheiten, Backend und Offload-Verteilung bestimmen das Tempo.
Zwei Speicherwege
Eigener Speicher direkt an einer separaten GPU. Hohe Bandbreite und meist der schnellste Weg, solange das Modell hineinpasst.
CPU und integrierte GPU teilen einen großen Pool. Mehr Modellkapazität ist möglich, aber Betriebssystem und Anwendungen nutzen denselben Speicher.
Häufige Fragen
Ja, für viele 7B- bis 14B-Modelle in geeigneter Quantisierung. Für lange Kontexte, große Bildmodelle oder 32B-Modelle kann es eng werden.
Oft ja, wenn ein Teil in den System-RAM ausgelagert oder stärker quantisiert wird. Es liegt dann aber nicht vollständig im VRAM; das kann die Geschwindigkeit deutlich reduzieren.
Nein. Nur Systeme mit passender Unified-Memory-Architektur können einen großen Anteil gemeinsam nutzen. Betriebssystem und Runtime benötigen außerdem Reserve, und die maximal konfigurierbare UMA-Zuweisung ist zu prüfen.
Für große lokale LLMs ist die NPU allein meist nicht das entscheidende Kaufkriterium. Relevant sind unterstützte Runtime, Speicherkapazität, Speicherbandbreite und GPU-Leistung.
Vom Speicherbedarf zur Auswahl
Der PC-Finder setzt diese Speicherlogik in eine verständliche Empfehlung um.