Viel Modellspeicher
CPU und Radeon 8060S greifen auf denselben schnellen Speicherpool zu. Das reduziert den Zwang zum langsamen Auslagern, wenn ein Modell nicht in den VRAM einer üblichen Consumer-GPU passt.
Kompakter 395-PC mit großem Speicherpool
Der EVO-X2 kombiniert Ryzen AI Max+ 395, Radeon 8060S und fest verlöteten LPDDR5X-Speicher. Die 64-GB-Variante passt vor allem zu quantisierten 20B- bis 32B-Modellen; 128 GB schaffen den Spielraum, den viele 70B-Modelle benötigen.
Kurzfazit
CPU und Radeon 8060S greifen auf denselben schnellen Speicherpool zu. Das reduziert den Zwang zum langsamen Auslagern, wenn ein Modell nicht in den VRAM einer üblichen Consumer-GPU passt.
Das 193 × 186 × 77 mm große Gehäuse enthält zwei M.2-Plätze, zwei USB4-Anschlüsse, 2,5GbE, Wi-Fi 7 und einen SD-Kartenleser. Das 230-W-Netzteil bleibt extern.
Die Speicherbandbreite ist deutlich niedriger als bei einer High-End-Grafikkarte. Der EVO-X2 ist deshalb besonders interessant, wenn Modellgröße wichtiger ist als die höchstmögliche Tokenrate.
Unified Memory ist nicht vollständig als Modellspeicher verfügbar. Windows oder Linux, Runtime, Kontext-Cache und weitere Dienste benötigen ebenfalls Reserve.
Konkrete Speicherstufen
Da der Arbeitsspeicher nicht aufrüstbar ist, sollte die Wahl vom größten regelmäßig genutzten Modell ausgehen – nicht nur vom heutigen Einstiegsmodell.
64 GB / 1 TB
Eine passende Stufe für lokale Coding-Assistenten, RAG und längere Kontexte mit quantisierten 20B- bis 32B-Modellen. Für viele 70B-Varianten fehlt nach Betriebssystem- und Kontextreserve der Platz.
128 GB / 2 TB
Die sinnvollere Wahl, wenn quantisierte 70B-Modelle, mehrere lokale Dienste oder große Kontextfenster den Kauf begründen. 2 TB bieten zudem deutlich mehr Platz für mehrere Quantisierungen.
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Entscheidungshilfe
| Frage | 64 GB | 128 GB |
|---|---|---|
| Typischer Modellbereich | 20B–32B quantisiert | 32B mit großer Reserve; viele 70B-Quantisierungen |
| Lange Kontexte | genau kalkulieren | mehr Spielraum, weiterhin modellabhängig |
| Mehrere KI-Dienste | begrenzte Parallelreserve | besser für LLM, Embeddings und RAG zusammen |
| SSD ab Werk | 1 TB | 2 TB |
| Spätere RAM-Aufrüstung | nicht möglich | nicht möglich |
Vor dem Kauf
RAM und SSD im Angebot müssen ausdrücklich 64 GB / 1 TB beziehungsweise 128 GB / 2 TB nennen. Der verlötete Speicher lässt sich später nicht ersetzen.
Prüfe BIOS-Version und maximale Speicherzuweisung. Für große Modelle ist die konfigurierbare UMA-Grenze wichtiger als die reine Gesamtspeicherangabe.
Für Radeon-Beschleunigung kommen je nach Betriebssystem Vulkan oder HIP/ROCm infrage. Gleiche die konkrete Runtime-Version mit deinem Modellformat ab.
Der Leistungsschalter bietet unterschiedliche Profile. Für lange Inferenzläufe das Gehäuse frei belüften und das leiseste noch ausreichend schnelle Profil testen.
Große GGUF-Dateien, mehrere Quantisierungen und Embedding-Modelle füllen 1 TB schnell. Ein separates M.2-Laufwerk hält System und Modellbibliothek übersichtlich.
Alternativen vergleichen
Der Beelink GTR9 Pro setzt auf Dual-10GbE, die HP Z2 Mini G1a auf Workstation-Support und ein RTX-5090-Tower auf hohe Inferenzgeschwindigkeit bei kleineren Modellen.